Schlagwort: Erziehung

Mäusespeck oder Homeschooling auf Russisch (Teil 2)

Knapp zwei Monate sind nun seit der Schuleinführung vergangen. Bisheriges Fazit: Der Älteste hat sich gut in die Gruppe von Nicht-Schulgängern bei den „Marshmallows“ eingefügt, und der Ehemann kann in seinem Lebenslauf unter Arbeitserfahrung „Privatchauffeur“ hinzufügen.

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Reklame einer (Online-)Privatschule in Sankt Petersburg.  Ihr Slogan lautet: „In die Schule gehen, ohne das Haus zu verlassen“

 

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Mäusespeck oder Homeschooling auf Russisch (Teil 1)

Wer hätte das gedacht: In Russland gibt es keine Schulpflicht! Statt in die 1. Klasse einer normalen Grundschule zu gehen, darf seit dem 1. September unser Ältester mit uns das System „Lernen in der Familie“ (semejnoe obrazovanie) bzw. Homeschooling ausprobieren.

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My Döner oder An manchen Tagen

Ich klopfe gegen die Tür. Auf der anderen Seite sind Kinderstimmen zu hören. Die Kindergärtnerin öffnet und die Kinder rennen jubelnd auf mich zu. „Mama! – Oh, Wo ist Papa?!“ Kommt gleich, sage ich knapp. Die Großen gehen wieder zurück zu ihrem Spiel. Ich sollte vielleicht öfter mal die Kinder abholen. Der Jüngste zieht fordernd an den Bändern meines Rucksacks. Ich ahne es bereits. „Nein, da sind nur Unisachen drin“, erkläre ich und huste.

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Das Babuschka-Phänomen

Da steht sie wieder in der Tür. Ihre laute Stimme hallt durch unseren langen Flur: „Priiiiivet! Kommt schnell her, Kinder, eure Babuschka begrüßen! Und dann schauen wir, was sie alles mitgebracht hat!“ Neben ihr thront eine riesige karierte Tasche aus robustem Kunststoff. Die Kinder rennen zur Wohnungstür, lassen sich abknutschen und ziehen an der Tasche, die keiner von uns auch nur annähernd anheben kann.

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Auf der Suche nach dem perfekten Kindergarten

Fröhliche, ausgeglichene Kinder, die zufrieden in der Natur spielen und abends ihren Eltern aufgeweckt von ihrem interessanten Tag im Kindergarten erzählen. Entspannte Eltern, die wissen, dass ihr Nachwuchs in der Einrichtung bestens versorgt ist und dass sie eine derartig gute Betreuung selbst gar nicht leisten können und deshalb tagsüber ohne schlechtes Gewissen ihrer Arbeit nachgehen können. So oder so ähnlich hatten wir uns das bereits letztes Jahr vorgestellt, als wir in Stavropol ankamen. Doch die Suche nach dem perfekten Kindergarten war schwierig, und selbst als wir ihn bereits gefunden hatten, mussten wir uns erneut umsehen. (Achtung: Der Beitrag ist aufgrund der Komplexität des Themas etwas länger. Lesepausenempfehlung beachten.)

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Aus einer Werbeanzeige für private frühkindliche Förderung

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