9. Mai 2020 – Der virtuelle 75. Jahrestag des Kriegsendes in Russland

Große Erwartungen waren in die Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag des Kriegsendes, des Endes des Großen Vaterländischen Krieges (1941-1945), am 9. Mai gesetzt worden. Doch wie so vieles musste auch die Militärparade zum Tag des Sieges verschoben werden. Man hofft zurzeit auf den September, um wenigstens dieses Ereignis nachzuholen. Auf politischer Ebene will sich Russland natürlich damit auch als militärische Großmacht demonstrieren, die sich in der Tradition des ruhmreichen Siegers im 2. Weltkrieg sieht. Für viele Menschen ist dieser Tag neben Neujahr aber tatsächlich der schönste und wichtigste Feiertag im heutigen Russland; wird doch dem zentralen Ereignis der sowjetischen und der russischen Geschichte gedacht. An was erinnert wird, ist dabei kanonisch festgelegt, für ein vielfältiges Erinnern ist in Russland kein Platz. Nicht immer wurde übrigens so fröhlich und pompös-militärisch gefeiert. Ironischerweise ist der 9. Mai ausgerechnet in diesem Jahr wieder stiller geworden.

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Ausgangssperre im arbeitsfreien April

Nun befinden wir uns im arbeitsfreien Monat. Inklusive faktischer Ausgangssperre seit dem 1. April. Nennt sich offiziell weiter „verordnete Selbstisolation“. Zurzeit wachsen die Coronafälle um etwa 15 Personen pro Tag an. Damit sind wir aktuell bei 155 Fällen für das Stavropoler Gebiet. Die Ausgangssperre drückt natürlich aufs Gemüt. Einmal kostenloses Hausarrest-für-Oppositionelle-Feeling mit dem Sonderfeature des selbstständigen Einkaufens; noch ohne elektronische Fußfessel, aber bald mit QR-Code!

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Ob es bald überall so aussieht? Posten vorm Militärkrankenhaus, bisher unbesetzt.

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Das Leben in Coronavirus-Isolation

Stavropol (Stawropol) hat es endlich in die internationale Presse geschafft. Leider mit einem sehr unrühmlichen Vorfall. Die führende Spezialisten für Infektiologie des Stavropoler Gebietes hat aus einem Kurzurlaub in Spanien den Coronavirus eingeschleppt.

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Comedy und Coronavirus

Auf zum Stand-Up-Festival nach Moskau! Ich will am Casting des Fernsehsenders TNT teilnehmen. Drei Tage werden rund 1000 Stand-Up-Komiker aus ganz Russland zeigen, dass sie die neuen Stars der Show „Otkrytyj Mikrofon“ (Open Mic) sind! Aus Stavropol reisen wir auf zu acht an.

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Lieblingsorte in Stavropol – Natur in der Großstadt

Warum mag ich eigentlich Stavropol? Es ist mit seiner Größe von knapp 500.000 Einwohnern eine erstaunlich grüne Stadt mit viel Waldfläche und großen Parks. Wenn Schnee liegt – was leider dieses Jahr recht selten war – , kann man an vielen Orten Schlitten und Poporutscher fahren.

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Blick auf den See Singeleeskoe, der als Trinkwasserreservois für Stavropol genutzt wird. Hier ist Schlittenfahren verboten.

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Ab ins Jahr Zwanzig-Zwanzig! Schulprüfungen und kalendarische Gedanken zum Jahresausklang

Der Dezember läutet das Ende des Jahres 2019 ein. Fernab der Heimat machen wir uns keinen Weihnachtsstress, sondern nehmen an Traditionen das mit, was gut in unseren Alltag passt und worauf wir gerade Lust haben. Doch zunächst steht die Prüfungswoche des Ältesten in der Schule Nr. 18 an. Alle sind mächtig gespannt. Erfolge hat der Große zwar bei den letzten Schachturnieren eingefahren, aber was in der Schule von ihm verlangt wird, ist irgendwie unklar.

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So viel Licht gibt es nur in Moskau! Die Beleuchtung hängt den ganzen Winter.

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Die russische Sprache und ich

Im Allgemeinen ist mein Verhältnis zur russischen Sprache gut. Aber es gibt immer wieder Momente, in denen ich an gewissen Besonderheiten verzweifle.

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Fühl mich manchmal wie ein Truthahn, der Russisch spricht. Naja, Hauptsache wichtig gucken.

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Mäusespeck oder Homeschooling auf Russisch (Teil 2)

Knapp zwei Monate sind nun seit der Schuleinführung vergangen. Bisheriges Fazit: Der Älteste hat sich gut in die Gruppe von Nicht-Schulgängern bei den „Marshmallows“ eingefügt, und der Ehemann kann in seinem Lebenslauf unter Arbeitserfahrung „Privatchauffeur“ hinzufügen.

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Reklame einer (Online-)Privatschule in Sankt Petersburg.  Ihr Slogan lautet: „In die Schule gehen, ohne das Haus zu verlassen“

 

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Mäusespeck oder Homeschooling auf Russisch (Teil 1)

Wer hätte das gedacht: In Russland gibt es keine Schulpflicht! Statt in die 1. Klasse einer normalen Grundschule zu gehen, darf seit dem 1. September unser Ältester mit uns das System „Lernen in der Familie“ (semejnoe obrazovanie) bzw. Homeschooling ausprobieren.

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